Osmoseanlage

Schübe von Teilchen fließen in natürlichen Wassermengen durch eine semipermeable- oder selektive Trennung, durch sogenannte semipermeable, also halbdurchlässige Membranen. Dabei wandern Flüssigkeitsmoleküle mit, diese beidseitig im Wechsel und mit gleicher Druckintensität. Flüssigkeiten werden im gleichen molekularen Verhältnis getrennt.

Osmose-Wasseraufbereitung

Die Aufbereitung des Wassers durch eine Osmoseanlage beruht auf hohen Druck und Gegendruck. Spricht man von Osmoseanlagen, so geht es um Umkehrosmoseanlagen, auch Reversosmose-Anlagen genannt. Die Umkehrosmose funktioniert per mechanischen Druck (Hochdruckpumpe) und ohne chemische Beimengen und die Membranen nach dem Umkehrosmoseprinzip. Leitungswasser stößt mit dem Wasserleitungsdruck gegen die Membran. Dabei wird, um gelöste Stoffe durch ein physikalisches Verfahren in Flüssigkeiten zu konzentrieren, per Gegendruck der natürliche Osmose-Prozess umgekehrt. Jetzt passieren nur noch Moleküle von 0.0001 Micron die Membran. 

Gegen die verunreinigte Seite wird durch die Membran höherer Druck als der natürliche, der osmotische Druck, gepumpt. Durch diesen sehr viel höheren Druck werden nun reine Wassermoleküle durch die halbdurchlässige Membran befördert. Größere Moleküle werden abgefangen. Getrennte, gefilterte Stoffe bleiben zurück. So wird das Wasser von Unreinheiten befreit. Schädliche Bestandteile wie Nitrite, Phosphate, Arzneimittelrückstände, Schwermetalle, Kalk oder Salz gelangen nicht ins Wasser. Allerdings bleiben kaum noch Mineralien und Spurenelemente im Wasser enthalten. 

Osmosewasser

Osmosewasser ist also reines Trinkwasser, das durch die Umkehrosmose entstanden ist. Bedenken bestehen für manche hinsichtlich der Wasserqualität, da das Wasser nur noch wenige Mineralien und Spurenelemente beinhaltet. 

Aufbereitungsanlagen – für welche Zwecke?

Es gibt mobile Aufbereitungsanlagen für Trink- und Brauchwasser in privaten Haushalten. Diese werden in Gegenden und Ländern benötigt, in denen es kaum reines Wasser gibt, oder in denen es keine Wiederaufbereitungsanlagen gibt. Trinkwasser wird auf hoher See benötigt. Das Militär braucht Trinkwasser. Deshalb sind mobile Umkehrosmose-Anlagen speziell für den Militäreinsatz entwickelt worden. Auch wurden Umkehrosmose-Anlagen für den Bedarf im Weltraum von der NASA entwickelt.

Für Aquarien wird Brackwasser zwecks Entfernung der Mineralstoffe durch die Osmose-Anlage gepumpt.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)