Vasektomie

Bei dem Eingriff, der in Fachsprache als Vasektomie bezeichnet wird, handelt es sich um die Sterilisation des Mannes. Es ist demnach eine Methode der Verhütung, bei der durch drei Arten des Eingriffs durch eine kleinere Operation eine ungewollte Schwangerschaft nahezu ausgeschlossen werden kann. Die Familienplanung sollte abgeschlossen sein und der Patient muss voll geschäftsfähig dem Eingriff zustimmen. Bei der Vasektomie handelt es sich um einen Eingriff, der im Allgemeinen unkompliziert verläuft und kein spezielle OP-Vorbereitung bedarf. Es wird fast ausschließlich örtlich betäubt, sodass der Patient am Vortag normal essen kann. Bei Medikamenteneinnahme, wie beispielsweise blutverdünnenden Präparaten, muss eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Der Intimbereich muss in der Vorbereitung jedoch gründlich rasiert werden.

Die klassische und am weitesten verbreitete Methode beginnt mit einem kleinen Hauteinschnitt an der entsprechenden Stelle am Hodensack. Der Samenleiter wird freigelegt und durchtrennt, die beiden Enden dann elektronisch verödet, sodass kein Samen mehr hindurchtransportiert wird. Die Enden werden in verschiedenen Hodensackschichten vernäht. Der Eingriff wird dann am zweiten Samenleiter wiederholt und dauert insgesamt 30 Minuten. Diese Methode der Sterilisation ist weitestgehend schmerzfrei. Bei der „Non-scalpel“ Methode wird der Einschnitt in den Hodensack durch eine Punktierung der entsprechenden Stelle ersetzt, es gibt also keinen Einschnitt in dem Bereich. Der Urologe fixiert dann durch diese kleinen Löcher jeweils die Samenleiter, durchtrennt und vernäht diese dann wie bei der klassischen Methode. Der Eingriff ist mit einer Dauer von 20 Minuten jedoch kürzer. Die dritte Möglichkeit eine Vasektomie durchzuführen ist die „No needle-no-scalpel“ Vasektomie, die im Unterschied zu den anderen beiden Methoden auf eine Einspritzung der Betäubung durch eine Spritzennadel verzichtet und das Anästhetikum durch Luftdruck in die Haut des Hodensacks presst. Alle Methoden sind unkompliziert und haben kaum postoperative Risiken (weitere Infos dazu). Die Erektionsfähigkeit und die Orgasmusfähigkeit des Mannes wird nicht beeinflusst. Es ist kein Krankenhausaufenthalt notwendig und nur in seltenen Fällen kommt es zu Schmerzen nach dem Eingriff. Zudem gilt diese Methode der Schwangerschaftsverhütung als sehr sicher. Mikrochirurgisch ist in fast allen Fällen eine Rückoperation möglich.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Author: Johanna