Thrombophlebitis

VenenDie Venenentzündung und ihre Ursachen

Die oberflächliche Venenentzündung, auch Phlebitis gennant, ist neben den Krampfadern eine der häufigsten Herz-Kreislauferkrankungen. Entzündete Venen entstehen meist durch Infektionen oder Verletzungen und stören den ungehinderten Blutfluss durch das betroffene Gefäß. Als Folge können sich Blutklumpen (Thromben) entwickeln und sich an den Wänden der entzündeten Venen festsetzen. Mediziner bezeichnen dies als Thrombophlebitis. Venenentzündungen treten vorwiegend an den Beinen auf. Besonders leicht entwickeln sie sich im Bereich von Krampfadern. Entzündungen können aber auch an anderen Körperteilen, wie an den Armen auftreten. Hier sind sie meist Folge einer Venenverweilkanüle, Infusion oder Injektion. Das Erkrankungsrisiko steigt bei Blutstauungen, die nach Operationen, langer Bettlägrigkeit oder Geburten auftreten. Und auch die erhöhte Gerinnbarkeit des Blutes (z. B. ausgelöst durch die Pille) trägt zur Entstehung der Krankheit bei.

Beschwerden

Das Krankheitsbild der Venenentzündung ist vielseitig. Erste Symptome können Spannungsschmerzen in den Muskeln, Druckschmerzen, Wärmegefühl und geschwollene Beine sein. In schwereren Fällen treten Rötungen, Juckreiz und eine harte, schnurartige Schwellung im Bereich der betroffenen Vene auf. Manchmal kommt sogar etwas Fieber dazu. Oberflächliche Venenentzündungen sind meist ungefährlich, können aber manchmal Komplikationen verursachen. Dazu zählt vor allem die Thrombose der tiefen Beinvenen, die sogar eine Embolie, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen kann. Aus diesem Grund sollte bei Verdacht einer Venenentzündung immer ein Arzt aufgesucht werden.

Vorbeugung und Behandlung

Wie bei allen Erkrankungen kann auch einer Thrombophlebitis mit einfachen Maßnahmen vorgebeugt werden. Dazu zählen vor allem ein Normalgewicht, ausreichende Bewegung, ballaststoffreiche Ernährung und viel trinken. Bei langen Autofahrten sollten genug Pausen eingeplant werden und bei Flug- und Bahnreisen empfiehlt es sich hin und wieder aufzustehen. Eine weitere Vorbeugemaßnahme ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen, die aber stets vom Fachmann angepasst sein sollten. Eine bestehende Venenentzündung wird meist mit kühlenden und entzündungehemmenden Salben behandelt. Manchmal sind aber auch entzündungshemmende und gerinnungshemmende Medikamente zum Einnehmen notwendig.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)