Demografiewandel

Demografischer WandelAls demografischer Wandel werden Tendenzen und Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung bezeichnet. Kernpunkt dabei bilden die Geburten- und Sterberate sowie Migration.

Tendenzen

Die Medizin entwickelt sich immer weiter, so dass die Menschheit länger gesund bleibt und immer älter wird. Seit 1970 ist die Lebenserwartung um 10 Jahre gestiegen. Gleichzeitig geht die Geburtenrate jedoch immer weiter zurück. Ende des 19. Jahrhunderts erhielten Familien noch durchschnittlich vier Kinder. Die letzten geburtenstarken Jahrgänge waren 1950 bis 1960. Nach dem zweiten Weltkrieg sank die Zahl auf 1,4. Erst 2010 stieg die Zahl auf 1,5. Um den demografischen Wandel jedoch aufzuhalten, müssten Familien etwa 2,1 Kinder erhalten.

Was das für die Rentenkasse bedeutet, ist noch nicht ganz abzusehen. Des Weiteren macht sich eine Auswirkung von Migration und Demografischer Wandel auf Immobilien bemerkbar.

Von den Folgen des demografischen Wandels spürt man derzeit noch nicht so viel, da der Weggang der Menschen in Deutschland durch Zuwanderer ausgeglichen wird. Auf langfristige Basis wird aber auch die Zuwanderung den Wandel demografisch nicht stoppen können.

Der demografische Wandel hat natürlich auch Auswirkungen auf die Immobilie. Großstädte wie München, Hamburg, Berlin oder Frankfurt werden weiterhin aufgrund von Zuwanderung mit einer Steigerung von Haushaltszahlen rechnen können. In ländlichen Gegenden werden Immobilien hingegen immer unattraktiver. Miet- und Kaufpreise werden dort eher sinken, wohingegen in Schwarmgebieten sich die Preise eher erhöhen.

Weiterhin sind mittlerweile viele Singlehaushalte vorhanden und die Zahl der Alleinerziehenden wächst, so dass hier ebenfalls ein Mehrbedarf an Wohnraum existiert. Die Zahl der Neubauten bleibt in Berlin beispielsweise seit geraumer Zeit hinter dem Bedarf durch beispielsweise Zuwanderung zurück. Mittelfristig ist dort somit mit einer Miet- und Kaufpreiserhöhung zu rechnen.

Folgen

Weniger Erwerbstätige belasten sowohl die sozialen Systeme als auch die Wirtschaft. Zudem ist die Bevölkerung in anderen Ländern, wie Frankreich, USA, China und Indien weit jünger, so dass fraglich ist, ob Deutschland auf lange Sicht mithalten kann.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)