Cannabidiol

Cannabidiol ist ein therapeutisch und quantitativ bedeutendes Phytocannabinoid, welches schwach psychotrop ist. Es ist nicht nur in dem weiblichen Medizinalhanf in bedeutsamer Konzentration vorhanden, auch der männliche Faser- und Nutzhanf enthält diesen Wirkstoff in hohen Konzentrationen. Damit eignet sich männlicher Hanf ebenfalls für therapeutische Zwecke, wenn die erwünschten Wirkungen hierauf zurückzuführen sind.

Der Wirkstoff bindet agonistisch an jene Cannabinoid-Rezeptoren mit den Namen CB1 und CB2. Dies kann allerdings die Aktivität blockieren – wobei die biochemischen Ursprünge dieses Effekts noch nicht geklärt sind. So wirkt das Phytocannabinoidals Antagonist an GPR55, jenem G-Protein-gekoppelten Rezeptor, wobei die genaue Aufgabe hier ebenfalls noch unbekannt ist.

Die Wirkung des Phytocannabinoids wird als dem Tetrahydrocannabinol (THC) entgegengesetzt dargestellt und kann dessen Nebenwirkungen auch abmildern. Anxiolyse, Neuroprotektion und Spasmolyse sind einige Beispiele für die therapeutisch nutzbaren Effekte des Cannabidiols.

Die Wirkung von CBD

CBD könnte für Krebspatienten eine ansprechende therapeutische Option sein. Der Wirkstoff soll bei Entzündungen, Epilepsie, schizophrenen Psychosen, entzündungsbedingten Schmerzen, Stress, Burnout, Migräne, Übelkeit, Schlafstörungen und Erbrechen helfen. Der Stoff macht nicht high, sondern hat lediglich entspannende Wirkungen auf den menschlichen Körper. Das Phytocannabinoid wird derzeit auch zur Bekämpfung des Brustkrebses getestet, zudem ist der Wirkstoff Bestandteil eines Arzneimittels gegen multiple Sklerose. Bedeutend dabei ist, dass es noch keine Langzeitstudien gibt, welche all diese Wirkungen belegen kann.

Wie bei jedem anderen Wirkstoff und bei dem Cannabis selbst wirken die CBD-Produkte bei jedem Menschen verschiedenartig schnell. Hierbei spielen vor allem jene verabreichte Dosis, das Körpergewicht sowie auch der Anwendungsbereich eine bedeutende Rolle. Grundsätzlich ist es zweckmäßig, sich vor einer Einnahme über die hierin enthaltene CBD-Menge in dem Produkt zu informieren und mit einer eher geringen Dosis zu beginnen, um den Effekt auf den Körper festzustellen. Hierbei ist es ratsam, mit einer CBD-Dosis von 25 Milligramm am Tag zu starten. Die fachliche Beratung zu der Einnahme des Phytocannabinoids ist außerdem zu empfehlen.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)