Arbeitnehmerüberlassung

Der Arbeitsmarkt in Deutschland befindet sich im Wandel. Größere Firmen versuchen in Zeiten der Hochkonjunktur Ihre Stammbelegschaft konstant zu halten und die Spitzen in der Konjunktur mit Fremd- bzw. Leiharbeitern, die durch eine Arbeitnehmerüberlassung eingestellt werden, aufzustocken. Durch dieses Vorgehen, hat der Unternehmer nicht das Risiko, dem Mitarbeiter bei schwächelnder Konjunktur und damit verbundenem Auftragseingang zu kündigen. Ziel der Fremd- bzw. Leiharbeit ist die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.

Was versteht man unter der Arbeitnehmerüberlassung?

Unter der Arbeitgeberüberlassung muss man sich ein Dreiecksverhältnis vorstellen.
Die Geschäftspartner sind der Zeitarbeitsnehmer, der Zeitarbeiter und das entleihende Unternehmen. Für das Geschäft der Arbeitnehmerüberlassung haben sich bundesweit einige

Arbeitnehmerüberlassung

Arbeitnehmerüberlassung- Quelle: flickr.com @ IG Metalll

Firmen etabliert und einen Namen gemacht. Die Arbeitnehmerüberlassung wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch Zeitarbeit, Personalleasing oder Leiharbeit genannt. Die Zeitarbeitsfirma X stellt Mitarbeiter ein, der seine Dienstleistung dann dem Entleiher dann gegen Entgelt zur Verfügung stellt. Die Regeln für die Arbeitnehmerüberlassung sind per Gesetz geregelt. Die Personaldienstleister, wie sich diese Firmen nennen schießen in den letzten Jahren wie Pilze aus der Erde, weil man auf diesem Sektor gutes Geld verdienen kann.
Der Leiharbeiter schließt einen Arbeitnehmerüberlassungs-Vertrag mit dem Zeitarbeitsunternehmen bzw. dem Personaldienstleister. Das Risiko einen Zeitarbeiter nicht zu vermitteln, trägt das Zeitarbeitsunternehmen. Der Leiharbeiter erhält seinen Lohn auch, wenn er über einen längeren Zeitraum nicht gebucht wird.
Der Zeitarbeiter hat im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung die gleichen Rechte wie der fest angestellte Mitarbeiter. Die Firmen, die sich durch Firmengründung auf das Feld der Arbeitnehmerüberlassung gewagt haben, waren oft ursprünglich Ingenieurbüros, die sich auf die Fachgebiete Automobil, Industriemontage, Maschinenbau oder dergl. spezialisiert haben.

Arbeitnehmerüberlassung: Vor- und Nachteile

Vorteil: Arbeitnehmer können über die Zeitarbeit wieder Fuß im ersten Arbeitsmarkt fassen. Die Entleiher bieten qualifizierten Leiharbeitern oft nach längerer Beschäftigung mit guter Leistung oft eine Festanstellung an.
Nachteil: Der Lohn ist im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung niedriger als bei Festangestellten, man hat keinen Anspruch auf bezahlte Weiterbildung. Ein weiterer Nachteil sind die unterschiedlichen Einsatzorte und das keine festen Kollegenkreis gebildet werden kann.