Vogelgrippe

Vogelgrippe H5N1 und H7N9 ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Viruserkrankung der Vögel. Die Erkrankung wird durch Influenzaviren A/H5N1 und neuerdings auch durch ein mutiertes Virus H7N9 übertragen. Die seit über hundert Jahren bekannte, weltweit auftretende Tierseuche blieb zunächst auf Federvieh beschränkt. Personen die unmittelbaren Kontakt mit erkrankten Tieren hatten, klagten allenfalls über leichte Bindehautentzündungen. 1997/98 traten durch Influenza AH5N1 in Hongkong erstmals grippeähnliche Allgemeinerkrankungen mit einer Reihe von Todesfällen beim Menschen auf. Seit Ende 2003 breitete sich die Vogelgrippe H5N1 und H7N9 zuerst in Ostasien aus, bevor diese Erkrankung im Herbst 2005 auf Europa übergriff und in 2006 in Afrika auftauchte. Im August 2006 wurde auch in den USA erstmals bei wilden Höckerschwänen in Michigan eine niedrig krankheitserregende Variante des H5N1-Virus gefunden.

Vogelgrippe H5N1 und H7N9, eine meldepflichtige Tierkrankheit

Wie alle anderen durch Influenza-Viren verursachten Geflügelkrankheiten ist die Vogelgrippe H5N1 und H7N9 bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln eine anzeigepflichtige Tierseuche und bei Wildvögeln eine meldepflichtige Tierkrankheit. Beim Menschen wurden seit Ende 2003 von der WHO insgesamt etwa über 600 Erkrankungen durch die Vogelgrippe H5N1 und H7N9 aus 15 Ländern gemeldet. Zu Erkrankungen kam es in den Ländern Ägypten, Aserbaidschan, Bangladesh, China, Dschibouti, Indonesien, Irak, Kambodscha, Laos, Myanmar, Nigeria, Pakistan, Thailand, Türkei, Vietnam. Die meisten Erkrankungsfälle stammten 2004/2005 aus Vietnam, seit 2006 aus Indonesien und Ägypten. Mehr als die Hälfte der Krankheitsfälle endete tödlich.

Vogelgrippe H5N1 und H7N9, Impfstoffe gegen Influenzaviren A(H5N1)

Zu den Symptomen der Vogelgrippe H5N1 und H7N9 gehören Fieber und Atemprobleme bis hin zu schweren Atemwegserkrankungen. Vieles über das Virus ist noch unklar, zum Beispiel, wie die Ansteckung verläuft. Laut Wissenschaftlern trägt das Virus genetische Marker, die die Infektion von Menschen vereinfachen. Die Vogelgrippe H5N1 und H7N9 kann mit Neuraminidasehemmer, Oseltamivir und Zanamivir behandelt werden. Diese Medikamente sind sowohl gegen die normale Influenza als auch gegen die Vogelgrippe H5N1 und H7N9 Vogelgrippe wirksam. Impfstoffe gegen aviäre Influenzaviren A(H5N1) sind auf europäischer Ebene zugelassen und prinzipiell auch in Deutschland erhältlich.