Schuldenerlass

Ein Schuldenerlass ist ein Vertrag zwischen einem Gläubiger und einem Schuldner. Dieser Vertrag führt im Anschluss zu einem Erlöschen der Schulden und ist damit die radikalste Sanierungsmaßnahme für Personen mit Schulden in der Krise. In Deutschland sichert ein Gesetz, das Recht des Gläubigers, dass ihm seine Schulden zurück gezahlt werden. Die Rückzahlungspflicht ist die Hauptpflicht des Schuldners und verpflichtet den Schuldner die angehäuften Schulden ordnungsgemäß zurück zu zahlen. Die Rückzahlung ist eine Methode die Schulden zum Erlöschen zu bringen, die andere ist der Erlassvertrag. Dieser wird auch Schuldenerlass genannt und führt dazu, dass die Schulden teilweise oder ganz erlassen werden. Sie müssen nicht zurück gezahlt werden.

Der Schuldenerlass für Griechenland

Schulden

Quelle: flickr@internethdcmedia

Der Schuldenerlass für Griechenland ist das wohl bekannteste Beispiel für diese Form des Vertrags. Um der Schuldenkrise den Kampf anzusagen setzen die Staats und Regierungschefs der Eurozone auf einen Schuldenerlass für Griechenland. Die Schulden Griechenlands konnten so um etwa 50% reduziert werden, was circa 100 Milliarden Euro ausmacht. Der Schuldenerlass ist ein Vertrag zwischen Griechenland und allen privaten Gläubigern, die auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichten, weil Griechenland nicht in der Lage war, diese Schulden zurück zu zahlen.

Freiwilliger Schuldenschnitt für Griechenland

Neben dem Erlass der Schulden für Griechenland wurde in einem Rahmen des Rettungspaktes vereinbart, dass Griechenland bis 2014 etwa 100 Milliarden Euro von öffentlichen Geldgebern erhält. Der Schuldenschnitt ist demnach nicht aufgezwungen wurden, sondern von privaten Investoren freiwillig ausgehandelt worden seien. Es wurde sich darauf geeinigt, dass die privaten Gläubiger ihre Zusagen einhalten und damit den Schuldenerlass ermöglichen.

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