Schriftsteller

schriftstellerSchriftsteller als Beruf

„Was arbeitest Du?“ ist eine Frage, die den meisten Schriftstellern gestellt wird, nachdem sie lang und breit über ihre interessante Tätigkeit berichtet haben.

Kann das Schreiben tatsächlich zum Beruf werden, und wenn ja, wie?

 

Das Verfassen von Artikeln und Büchern auf Bestellung im Auftrag bekannter Blogs und Internetseiten ist nur eine der Möglichkeiten.

Das eigenverantwortliche Verlegen seiner Werke ist weltweit auf dem Vormarsch, und hierbei genießen europäische Autoren große Unterstützung, ganz unabhängig davon ob sie erst am Anfang ihrer Laufbahn stehen, oder schon Erfahrung gesammelt haben.

Mehr als die Hälfte der deutschsprachigen Autoren tut es professionell. Sie investieren in Druckvorbereitung, Gestaltung, Lektorat und Marketing.

Das Profil dieser Schriftsteller lässt sich in drei Gruppen einteilen: Hobby-, Berufs- und Expertenautoren.

Gute Noten vom Markt

 Immer noch überwiegen jene Autoren, für welche diese Tätigkeit eher ein Hobby für die Freizeit ist. Dennoch machen Schriftsteller mit Unternehmergeist 51 % aus. Ein Teil von ihnen hat das Hobby zum Beruf gemacht und bestreitet davon seinen Lebensunterhalt. Diese Autoren investieren in die eigentliche Produktion und in Marketingmaßnahmen. Die Expertenautoren haben ihrerseits den Weg von Beratern oder Journalisten eingeschlagen. Mehr als 86 % der europäischen Leser beurteilen die Produktion von Berufs- und Expertenautoren als positiv. 

Flucht vor der Abhängigkeit

 Die schöpferische Freiheit und die redaktionelle Kontrolle gehören zu den wichtigsten Motiven für den Selbstverlag. Die Online-Buchhandlungen haben in Westeuropa einen Marktanteil von 85 % beim Vertrieb von selbstverlegten Büchern. Die Autoren verkaufen ihre Werke auch über eigene Websites, wobei sie den Kunden neue Möglichkeiten und zusätzliche Vorteile einräumen, wie z.B. Abonnements, kostenfreie Zustellung oder Personalisierung. 

Personalisierung

 Momentan ist die Personalisierung als Dienstleistung immer noch unmöglich für die klassischen Verlage. Ende 2016 kam ein deutsches StartUp-Unternehmen auf den Markt, das seine Bemühungen darauf konzentriert, selbstverlegte und personalisierte Kinderbücher mit pädagogischer Ausrichtung anzubieten. Die Bücher sind mit ihrer luxuriösen Qualität und inhaltsreichem pädagogischen Text mit den Ausgaben eines bekannten englischen Verlags durchaus vergleichbar. Die englische Konkurrenz hat den Vorteil millionenschwerer Investitionen für das Herausgeben einiger Kinderbücher mit schönen Illustrationen, jedoch ohne qualitativ hochwertigen Texten. Und was suggerieren Kinderbücher, wenn wir darin nur Abbildungen, jedoch keine gute schriftstellerische Arbeit wiederfinden?! Das Land Goethes und Schillers kann es sich heute leisten, dank des Selbstverlags, den Ruf der deutschen Autoren wiederherzustellen, indem es ihnen die Tore zu neuen Horizonten aufstößt.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)