Ölzeug

Wenn es um nasses Wetter, um Wind, Regen, Hagel und Nebel geht, dann ist schnell die Rede vom Ölzeug. Der Begriff stammt aus der Seefahrt und bezeichnete ursprünglich die wasserfeste, weil in Öl getränkte, Oberbekleidung der Seeleute, die vor Regen und Wind schützen sollte.

Ohne Öl ist es leichter

Im Laufe der letzten 150 Jahre hat sich das wetterfeste Seemannszeug immer wieder gewandelt. Ursprünglich wurde die Kleidung aus einem festen Leinenstoff hergestellt, den man in Öl tränkte. Durch das dann enthaltene Fett war die Kleidung wasserabweisend. Diese Kleidung war relativ steif und sehr schwer. Etwa um 1850 herum lernte man, wie Gewebe mit Kautschuk abgedichtet wird. Komplett wasserdicht waren die Sachen nicht, das wurden sie erst mit der Vulkanisierung von Gummi. Später stellte man wasserdichte Kleidung aus PVC und anderen Kunststoffen her, sie wurde nun leichter und beweglicher, dünner.

Gore-Tex, Sympatex und andere moderne Materialien

Heute werden wasserdichte Berufskleidungen wie auch Freizeitkleidung grundsätzlich aus synthetischen Fasern hergestellt. Es gibt verschiedene Materialien, die leicht sind und trotzdem wärmen, winddicht und wasserfest sind. Je nach Hersteller variieren die Bezeichnungen, obwohl sich die Fasern kaum unterscheiden – das ist abhängig vom jeweiligen Patent, das mit den modernen Materialien verbunden ist und jeweils von einem Hersteller oder Labor gehalten wird. Man unterscheidet außerdem zwischen dem leichten und dem schweren Ölzeug, eine Unterscheidung nach Gewicht und Luftdurchlässigkeit.

Helly Hansen hat’s erfunden

Der Erfinder, das Unternehmen Helly Hansen, vertreibt heute Regenkleidung unter dem Begriffen Rainwear und Waterfront. Andere Hersteller wie Henri Lloyd und SLAM haben auch Allwetterkleidung im Programm, allerdings unter einer anderen Bezeichnung. Hier geht es um Segelbedarf, und das, was bei Schlechtwetter an Bord getragen wird, bezeichnet man als Offshore-Kleidung. Die Hosen und Jacken, wie diese hier sind winddicht, atmungsaktiv und wasserfest. Für eher leichte Beanspruchung gibt es eine Softshell Variante der Allwetterkleidung, die zusätzlich bei leichter Bewegung gut wärmt, extreme Bewegungsfreiheit bietet und sehr leicht ist.

Moderne Materialien für hohe Ansprüche

Was die Allwetterkleidung der Fischer früher nicht halten konnte, das versprechen und halten die Kleidungsstücke aus dem Segelfachbedarf. Moderne Materialien sorgen dafür, dass die Hosen und Jacken von Firmen wie Henri Lloyd und SLAM warm halten, wasser- und winddicht sind und zum Teil sogar noch mehr können.