Minoxidil

Grundsätzlich verbirgt sich hinter der Bezeichnung Minoxidil ein Wirkstoff, der vor allem durch seine doppelte Wirkung überzeugt. So ist das Präparat einmal ein wirksames Antihypertonikum und kann zu hohen Blutdruck senken. Zum anderen wird Minoxidil als Wirkstoff gegen Haarausfall eingesetzt, wobei hier auch der erblich bedingte Haarsausfall wirksam behandelt werden kann. In chemischer Hinsicht handelt es sich um ein Derivat, also um einen Abkömmling, des Kopexil. Kopexil ist eine Pyrimidinverbindung.

Entwicklung und Anwendung

Dabei sollte auch beachtet werden, dass die eigentliche Entwicklung nichts mit dem kosmetischen Background der Behandlung von Haarausfall oder erblich bedingtem Haarsausfall, der androgenetischen Alopezie, zu tun hat, sondern ursprünglich mit dem Vorsatz der Behandlung von Bluthochdruck entwickelt wurde. Erst im Laufe der Testverfahren wurde als Nebenwirkung festgestellt, dass auch eine Behandlung von Haarausfall möglich ist. Diese – an sich positive – Nebenwirkung hatte dann verschiedene weitere Studien und Tests zur Folge, in deren Verlauf die positive Wirkung bestätigt wurde.

Der Wirkstoff als Antihypertonikum

In klinischer Hinsicht gilt Minoxidil vor allem als ein stark wirksames Reservemittel zur Behandlung des Bluthochdrucks bei so genannten therapieresistenten Patienten. Dabei sollte hier berücksichtigt werden, dass immer dann von einer Therapieresistenz gesprochen wird, wenn andere Antihypertonika auch in einer Dreifachkombination mit einem so genannten Diuretikum und einem Betablocker keinen oder aber keinen medizinisch ausreichenden bzw. zufriedenstellenden Erfolg zeigen.

Die Einnahme des Präparats erfolgt dann in oraler Form, wobei mit einer geringen Dosierung begonnen wird, die dann so lange gesteigert wird (natürlich unter ärztlicher Aufsicht und Anleitung/Verordnung!), bis die gewünschte Absenkung des Blutdrucks erreicht wird. Eine zulässige Höchstdosis darf aber auch hier nicht überschritten werden. Ebenfalls wichtig zu beachten ist weiterhin, dass es keine Beschränkung der Einnahmedauer gibt, wobei aber darauf zu achten ist, dass dieses Präparat immer gemeinsam mit einem Betablocker und mit einem Diuretikum eingenommen bzw. verordnet werden sollte.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)