Koaxialkabel

Kabel sind im landläufigen Sinn mehradrige Verbunde von Adern, die zur Isolierung gegeneinander mit Kunststoffen verschiedenster Art ummantelt sind. Kabel dienen zur Übertragung von Energie und Informationen. Die Kabel zur Übertragung von Elektrizität sind in der Regel aus Kupfer. Es können auch andere Metalle wie Aluminium oder Legierungen verschiedener Metalle als Ader eingesetzt werden. Der Kabelaufbau hat in der Regel entsprechen der Verwendung einen speziellen Aufbau, der den gewünschten Erfordernissen entsprechen muss. Kabel müssen in erster Linie robust sein und Beanspruchungen wie Zugfestigkeit und Biegeradius genügen und bestimmte Umwelt- und Betriebsanforderungen wie zum Beispiel Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit erfüllen. Besondere Beanspruchungen werden bei seiner Anwendung auch an ein Koaxialkabel 50 Ohm gestellt. Bei Koaxialkabeln, auch kurz Koaxkabel genannt, handelt es sich um zweipolige Kabel mit konzentrischem Aufbau.

Übertragung von hochfrequenten, breitbandigen Signale

Dieses für spezielle Anwendungen gedachte Kabel besteht aus einem Innenleiter, der sogenannten Seele, der in konstantem Abstand von einem hohlzylindrischen Außenleiter zur Abschirmung vor Störstrahlung umgeben ist. Der Zwischenraum zwischen Seele und Außenleiter, das Dielektrikum, besteht meist aus Luft. Der Außenleiter muss gegen Wasser und Korrosion mit einem beständigen Schutzmantel aus Kunststoff oder Gummi geschützt sein. Koaxialkabel finden aufgrund ihrer Fähigkeit in einem breiten Frequenzbereich von wenigen kHz bis zu einigen Gigaherz hochfrequente, breitbandige Signale zu übertragen, Anwendung als Antennenkabel für Radio- oder Fernsehempfang oder als Cinch-Verbindung vor allem im Audio-Bereich. Aber auch Radarsignale und Prüfsignale von Messgeräten können transportiert werden.

Verlustfaktor des Isolierwerkstoffe

Der Außendurchmesser von handelsüblichen Koaxialkabeln beträgt 2 bis 15mm. Sonderformen von 1 bis 100 mm sind möglich. Der Aufbau der Kabel bestimmt den Wellenwiderstand und damit die von der Frequenz abhängige Dämpfung in den Kabeln. Der Wellenwiderstand eines Koaxialkabels beträgt für den Rundfunk- und die Fernsehempfangstechnik beträgt üblicherweise 75 Ohm. Für andere Anwendungen sind 50 Ohm ausreichend. Der Verlustfaktor des Isolierwerkstoffs und der Widerstandsbelag bestimmen die Dämpfung des Koaxialkabels. Der Wellenwiderstand wir durch den Abstand zwischen Innen- und Außenleiter und das Material des Zwischenraums, dem Dielektrikum bestimmt.