Karotte

Die Karotte, eine zweijährige Pflanze, wird im Volksmund unter anderem auch Möhre, Mohrrübe, oder Gelbrübe genannt. Als Gemüsepflanze (Doldenblütler) wird nur die Rübe genutzt. Wegen ihres Gehaltes an Nährstoffen, Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen wird die Möhre als gesundes Gemüse gepriesen. 100g rohe Karotten haben mit 4,8 g Kohlenhydraten (davon 2,08g Zucker) und ca. 1g Eiweiß, 0,2 g Fett und 3,63g Ballaststoffe nur 26 kcal. Die Karotte ist mit dem Gehalt an den Vitaminen B1, B2, B6, Vitamin C, Vitamin E, Calcium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalium und Zink eine wahre Vitaminbombe.

Hoher ß-Carotingehalt in der Rinde

Die als Karotte bekannte Pfahlwurzel der Pflanze, verdickt sich im Laufe des Wachstums zum Speicherorgan. Diese Wurzel speichert Reservestoffe. Die Bestandteile dieser Wurzel sind der Kopf (Krone) die Rinde (Bast), die Korkschicht und Adventivwurzeln sowie das im inneren gelegene Mark. In der Rinde sind die meisten Inhaltsstoffe der Karotte enthalten. Von diesen Inhaltsstoffen ist besonders das ß-Carotin nennenswert und hervorzuheben. Es gibt kein Lebensmittel, indem das ß-Carotin so üppig vorkommt wie in der Karotte. Die Karotte kann je nach Sorte zylindrisch, kegelförmig, kreiselförmig, lang, halblang oder kurz, mit je spitzen oder stumpfen Enden sein. Das für den Menschen so wichtige ß-Carotin befindet sich hauptsächlich in der Rinde, daher wird bei der Züchtung seit jeher auf einen hohen Rindenanteil Wert gelegt. Karotten kommen in verschiedenen Farbvarianten vor. Je nach Sorte, Kulturbedingungen und Witterung können unterschiedliche Gelb- und Oangetönen vorkommen. Die Färbung geht auf den Gehalt der gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenfarbstoffe, wie Chlorophyll, Carotinoide und Anthocyane zurück. Die unterschiedlich gefärbten Karotten stammen von verschiedenen Ursprungssippen ab. Die sekundären Pflanzenfarbstoffe wirken im menschlichen Organismus als Antioxidantien.

Vitamin schützt vor Krebs

Dem besonders in der Karotte in großen Mengen vorkommenden Beta-Carotin werden einige positive Wirkungen auf die menschliche Gesundheit zugeschrieben. Der Zuckergehalt ist neben den ätherischen Ölen und Fruchtsäuren für den Geschmack der Karotte verantwortlich. Gehalt an Äpfelsäure, gefolgt von Citronensäure, Chinasäure, Bernsteinsäure und Fumarsäure bestimmen die Geschmacksnuancen der Karottensorten, die auch im Karottensaft geschmeckt werden können. Ernährungsphysiologisch ist besonders der Carotingehalt, gefolgt von Vitamin C, Kalium und Eisen sehr wichtig. Das

ß-Carotin wird auch Provitamin A genannt, da es im menschlichen Körper in das sonst nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft vorkommende Vitamin A bilden kann. Vitamin A kann vor Krebs schützen. Es hemmt die Entartung von gesunden Zellen und ist sogar an der Rückbildung von Krebszellen beteiligt.