Hämoriden

Das Wort Hämoriden stammt aus dem Griechischen und bedeutet Blutfluss. Hämoriden bestehen aus Blutgefäßen, die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut sitzen. Die Venen dieser Blutgefäße durchdringen den Schließmuskel. Da der Schließmuskel normalerweise unter Spannung steht, das heißt er ist kontrahiert, kann das Blut nicht ablaufen. Das Blut wir dann in den Hämoriden gestaut und damit bilden sie den Feinverschluss des Afters. Sobald der Schließmuskel erschlafft, beispielsweise beim Stuhlgang, entspannt sich der Druck des Blutes und das Blut kann ablaufen. Wird dieser Mechanismus gestört, bleibt das Blut gestaut und die vergrößerten Hämoriden stellen ein Hindernis beim Stuhlgang da. Sie werden in den Analkanal gepresst und damit überdehnt. Diese Reaktion führt zu einer krankhaften Veränderung der Hämoriden.

Symptome der Hämoriden

Quelle: flickr@ CT Arzneimittel GmbH

Typische Symptome für krankhafte Hämoriden sind Blutungen. Diese Blutungen äußern sich in einem hellroten Blut beim Stuhlgang. Außerdem entsteht ein Druckgefühl und ein Juckreiz am After, es kommt zu einem Brennen und Nässen in der Region und dementsprechend zu Hautentzündungen. Wenn die Krankheit weiter voran schreitet, kommt es zu starken Schmerzen, schleimigen Absonderungen und Störungen der Stuhl- Kontinenz.

Wie kommt es zu einer Erkrankung?

Hämoriden entwickeln sich zu meist bei Menschen, die unter Darmträgheit oder einer Schließmuskelerschlaffung leiden. Außerdem führ eine Balaststoffarme Kost, Bewegungsmangel und eine verringerte Flüssigkeitsaufnahme zu krankhaften Hämoriden. Bei all diesen Ursachen kommt es zu der oben beschriebenen Reaktion, die eine Überdehnung des Adergeflechts mit sich bringt. Aus diesem Grund bilden sich dann Aussackungen im Enddarm und After.

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