Globuli

globuliDie Homöopathie, die mittlerweile nicht nur von Heilpraktikern angewendet wird, hat sich im Laufe der Zeit in der Behandlung von Erkrankungen in der Medizin einen wichtigen Platz gesichert. Besonders die Anwendung von Globuli, die stark in Ihrer Wirkung sind aber im Einklang mit der Natur sanft auf Körper und Seele wirken, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Wenn die klassischen Schulmedizin mit ihren Arzneimitteln und Heilmethoden zur Linderung oder Heilung von Krankheiten nicht mehr ihre Wirkung zeigen, kommt häufig die Homöopathie als alternative Heilmethode zum Einsatz. Die Darreichung homöopathischer Heilmittel gibt es in verschiedenen Formen wie in folgender Tabelle aufgelistet.

Darreichungsform fachliche Bezeichnung Abkürzung
Tablette Tabuletta Tabl.
Tropfen Dilutio Dil.
Injektionslösung Ampulle Amp.
Verreibung Trituratio Trit.
Strukügelchen Globuli Glob.

Arzneimittel werden in Einzelgaben verabreicht. Die homöopathischen Gaben bezeichnen Mengen, die sich unabhängig von der Darreichungsform im Wirkungsumfang entsprechen. Bei Globuli wird zur Behandlung die Anzahl der Streukügelchen als Einzeldose, auch Äquivalent genannt verabreicht. Für die Selbstbehandlung eignen sich die Globuli besonders in der Kinderheilkunde als homöopathische Heilmittel.

Die Stärke der Anwendung von homöopathischen Mitteln wie Globuli liegt am heilenden Impuls, der nach der Gabe im Körper freigesetzt wird.

Ein gutes Beispiel ist die Verwendung von Globuli Arnica D12. Bei diesen Globuli verheilen stupfe Verletzungen nach der sofortigen Gabe von 5 Streukügelchen nach dem Ereignis bis zu 80% schneller als ohne Behandlung.

Globuli in der Homöopathie

Streukügelchen, sogenannte Globuli kommen hauptsächlich in der Homöopathie zum Einsatz. Der Begriff Homöopathie setzt sich aus den griechischen Worten „Homoisos“ und „Pathos“ zusammen. Nach der dem Ähnlichkeitsprinzip, der Theorie von Samuel Hahnemann (1755-1843) führt die Gabe von Substanzen in bestimmter Konzentration wie z.B. in Form von Globuli, die einem gesunden Patienten bestimmte Beschwerden auslösen, bei der Behandlung von Kranken, die unter ähnlichen Symptomen leiden, zur Verbesserung des Gesundheitszustands. Die Geschichte der Homöopathie hat diese Theorie bisher bestätigt.

Eine beliebte Darreichungsform der homöopathischen Heilmittel sind Globuli, die auf der Basis von Rohrzucker der Fa. DHU werden. Und anschließend mit der homöopathischen Lösung versehen werden. Globuli enthalten keinen Alkohol und sind nicht zuletzt wegen der guten Dosierbarkeit in Streukügelchenform auch gut für Kinder geeignet.

Globuli werden in verschiedenen Potenzierungen angeboten. Die Potenzierung erfolgt von der Ausgangssubstanz, die als alkoholischer Auszug hergestellt wird. Diese Ausgangslösung zur Herstellung der Globuli in unterschiedlicher Potenz wird Urtinktur genannt. Die Verdünnung erfolgt stufenweise eine Verdünnung im Verhältnis 1:10 (1Teil Urtinktur : 10 Teile Alkohol-Wassergemisch) nach einer vorgeschriebenen Prozedur durch Schütteln und Klopfen auf ein Lederkissen. So entsteht eine D1-Potenz. Durch weitere Verdünnung nach der gleichen Prozedur mit dem Ausgangsgemisch D1-Potenz erreicht man die D2-Potenz. Dieser Vorgang kann bis zur Potenz D 100.000 wiederholt werden. Globuli in D1-Potenz enthalten ein Teil des Wirkstoffs im Verhältnis 1:100 (Centesimal) verdünnt und anschließend 10 Mal geschüttelt.

Globuli unterstehen der Arzneimittelprüfung

Homöopathische Mittel wie z.B. Globuli werden von gesunden Menschen getestet. Probanden nehmen ein bestimmtes Mittel in einer bestimmten Verdünnung so lange ein, bis entsprechende Symptome auftreten, die für die Substanz charakteristisch ist. Diese Sympthome ergeben das sogenannte Arzneimittelbild. Auf diese Weise wird für jedes Homöopathikum ein Wirkungskatlog, die Materia Medica erstellt. In dieser umfassenden  Arzneimitteldarstellung wird jedes Medikament, das in Form von Globuli verabreicht werden kann, übersichtlich gegliedert. Neben Indikationen und klinischen Diagnosen werden in Fallbeispielen charakteristische Symptome erläutert und das vollständige Arzneimittelbild dargestellt.

Für die Anwendung bei der Eigentherapie ist es wichtig zu wissen, in welcher Potenz die Globuli anzuwenden sind. Die Erfahrung zeigt, dass man sich mit der Anwendung von Globuli D12 auf der sicheren Seite bewegt, denn diese Konzentration des Wirkstoffs wirkt hauptsächlich auf der körperlichen Ebene und verursacht keine Nebenwirkungen.

Als beliebteste alternative Heilmethode hat sich die Homöopathie als Riesengeschäft entwickelt und bereits etwa jeder 40. Arzt hat eine homöopatische Zusatzausbildung hinter sich. Unter evidenzbasierten Wissenschaftlern ist die Homöopathie umstritten und für die Wirkung von Globuli sehen diese Forscher, die sich generell auf empirisch haltbare Beweise stützen, keinen nachweisbaren Nutzen.

Globuli unterstützen beim Abnehmen

Auch beim Abnehmen können zur Unterstützung Globuli verwendet werden. Einige regen die Fettverbrennung und den Stoffwechsel an, andere zügeln Heisshungerattacken und wieder andere hemmen den Appetit.

Verwendung finden unter anderem diese Globuli:

  • Madar
  • Capsicum
  • Lycopodium
  • Fucus Vesiculosus
  • Argentum Nitricium
  • Thyreoidinum

Bei diesen Globuli sind ebenfalls verschiedene Potenzen erhältlich.

Bildquelle: © Depositphotos.com / erierika