Endodontie

Jedem Menschen stehen im Laufe seines Lebens 2 Sätze Zähne zur Verfügung, die schon vor der Geburt im Kiefer angelegt sind. Das zunächst ausgebildete Milchgebiss wird beim Heranwachsen durch ein bleibendes Gebiss ersetzt. Das natürliche Gebiss des Erwachsenen besteht aus 32 Zähnen, je 16 im Ober- und Unterkiefer, die Weisheitszähne inbegriffen. In ihrer Form und Funktion sind die einzelnen Zähne sehr verschieden. Man muss zwischen Schneidezähnen, Eckzähne, kleinen und großen Backenzähnen sowie den Weisheitszähnen unterscheiden. Der menschliche Zahn muss aufgrund der sehr starken Beanspruchung bei der Nahrungsaufnahme sehr widerstandsfähig sein. Die Zahnkrone, die aus dem Zahnfleisch herausragt ist mit der Kaufläche der dickste Teil des Zahnes. Zum Schutz gegen äußere Einflüsse wird er Zahn von der härtesten Substanz des menschlichen Körpers, dem Dentin geschützt. Die Zahnwurzel (Radix dentis) liegt unterhalb des Zahnfleisches und ist mit dem Kieferknochen verankert. Je nach Zahnform haben Zähne eine oder mehrere Zahnwurzeln. Bei schlechter Mundhygiene und mangelnder Zahnpflege können sehr schnell die verschiedensten Erkrankungen an den Zähnen auftreten. Die Endodontie, ein Teilbereich der Zahnheilkunde, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes und des periapikalen Gewebes sowie mit der Behandlung des Wurzelkanales.

Einsatz der DTV-Methode in der Endodontie

Für eine fachgerechte Behandlung von Wurzelkanälen stehen dem Zahnarzt heutzutage die neuesten digitalen Techniken zur Verfügung. Mit der digitalen Volumentomographi (DTV) steht dem Arzt ein dreidimensionales bildgebendes Tomographi-Verfahren zur Verfügung. Die DTV-Methode wird unter anderem auch zur Planung von Operationen im Kieferbereich, bei der Endodontie und Parodontologie eingesetzt. Die Datenerfassung und Berechnung der Bilddaten der digitalen Volumentomographie erlaubt es dem Zahnarzt zur Wurzelkanalbehandlung seine zahnärztlichen Handinstrumente, sowie die maschinell betriebenen Aufbereitungsgeräte zum Wohle des Patienten präzise einzusetzen.

Endodontische Erkrankungen

Maßnahmen im Rahmen der Endodontie werden grundsätzlich zur Erhaltung des eigenen Zahnes durchgeführt. Typische Folgen einer endodontischen Erkrankung der Zähne sind akute oder chronische Entzündungen der Pulpa (Zahnmark, Blut- und Lymphgefäße, Nerven und Bindegewebe) oder des Parodontiums (Zahnhalteapparat).