CFD

cfdCFDs (Contracts for Difference oder Differenzkontrakte) gehören zur Gruppe der spekulativen Derivate. CFDs sind Differenzkontrakte, die in der angelsächsischen Welt schon sehr lange am Markt gängig sind. In Deutschland wurden sie vor etwa zehn Jahen ins Leben gerufen. Es kann mit diesem Instrument auf steigende als auch auf fallende Kurse bei Basiswerten wie Aktien, Rohstoffe, Indizes, Währungen oder Anleihen gesetzt werden. Im CFD Handel kann der Basiswert mit einer Hebelwirkung von 1:1 abgebildet werden. Damit ist ein CFD flexibel und transparent aufgebaut. Diesen Vorteil schätzen zahlreiche Anleger neben dem einfachen Handling. Von seiner Konstruktion her ist ein CFD einem Future oder Hebelzertifikat sehr ähnlich.


Der Kurs kann des CFDs kann direkt von der Entwicklung des gewählten Basiswertes abgeleitet werden. Geeignet ist ein CFD vor allem für den informierten und erfahrenen Anleger im Umgang mit Derivate. Neben den möglichen Chancen solltem dem Investor auch die eingegangenen Risiken bekannt sein.

Auf der steuerlichen Seite wird ein CFD wie ein Termingeschäft behandelt. Gewinne aus dem CFD Handel unterliegen somit der 2009 eingeführten Abgeltungssteuer. Diese wird mit 25 Prozent zuzüglich Solibeitrag und ggf. Kirchensteuer direkt an der Quelle vom Broker einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

Wie verläuft der Handel mit CFDs?

Beim Handel mit CFDs verkauft oder kauft der Anleger nicht einen Titel im physischen Sinne. CFDs sind keine Wertpapiere im klassischen Sinne, sondern ein Vertrag zwischen Broker und Anleger. Vielmehr geht es um eine Wette auf die künftige Kursentwicklung. CFD Trader sind Inhaber einer Forderung gegenüber dem Broker oder einem anderen Vertragspartner. Wie bei einem Derivat üblich, kann sowohl an steigenden als auch an fallenden Kursen partizipiert werden. Die Kursdifferenz zwischen Einstieg und Verkauf ist entscheidend und wird gehandelt. Im Unterschied zum klassischen Aktienhandel muss bei einem CFD nur ein Bruchteil der Investitionssumme als Eigenkapital vorhanden sein. Der Handel mit einem CFD wird auf einer sogenannten Margin gestartet. Dafür ist lediglich ein geringes Kapital notwendig, um eine neue Position zu eröffnen. Der genaue Marginsatz, der als Sicherheitsleistung dient, ist vom gewählten Basiswert abhängig. Mit einem CFD kann der Anleger seinen Einsatz um das Vielfache hebeln. Die erzielte Rendite ist folglich deutlich höher als bei einer direkten Anlage in den Basiswert.

Wer bietet CFDs an?

Betreiber für den CFD Handel sind meist spezialisierte Plattformen, bei denen ein CFD Konto eröffnet werden kann. Zu den führenden Brokern am Markt gehören beipielsweise CMC Markets, IG Markets oder Plus 500. Inzwischen können CFDs in Deutschland auch über Großbanken und Sparkassen gehandelt werden. In aller Regel ist die Eröffnung eines CFD Kontos kostenfrei und nicht mit der Verpflichtung zum Handel verbunden. Ein CFD Konto kann bequem online eröffnet werden. Ein Handel ohne eine sogenannte Nachschusspflicht sollte Bedingung bei dem gewählten Broker sein.

Idealerweise wird vom Broker ein Demokonto angeboten. Dieses ist Einsteigern unbedingt zu empfehlen. Ohne ein finanzielles Risiko einzugehen können sie die ersten Schritte in den CFD Handel wagen und sich mit dem Handling der Plattform vertraut machen. Mit virtuellem Spielgeld kann sich ein interessierter Kunde mit dem CFD Handel vertraut machen.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)