Börsenmarkt

boersenwerte‚Stock Market‘ und ‚Equity Market‘ haben eine Gemeinsamkeit: die Definition mit Fokus auf den Zielort. Dem Grundverständnis nach versteht die Übersetzung darunter den Börsenmarkt, an dem Unternehmensbeteiligungen gehandelt werden. Diese Transaktionen werden an der jeweiligen nationalen oder internationalen Börse, sowie auf den Freiverkehrsmärkten abgewickelt. Soweit herrscht synonymer Einklang. Dennoch lassen sich bei detaillierter Betrachtungsweise Unterschiede feststellen.

Der ‚Stock Market‘ erlaubt es Investoren Aktienanteile an Unternehmen zu erwerben, um somit an deren wirtschaftlichen Erfolg teil zu haben. Im Gegenzug bedeutet dieses eine Zufuhr von monetären Werten für den jeweiligen Kapitalnehmer und bietet ihm dadurch Potenzial für Wachstum, Innovation und Stärkung der jeweiligen Marktmachtposition gegenüber dem Wettbewerb. Positiver Nebeneffekt: Das frische Geld wird durch neue Anteilseigner und nicht durch Kredite über den Finanzmarkt gewonnen.

Hier stehen zwei Optionen zur Wahl: die Vorzugsaktien und die Stammaktien. Beide bestätigen das wirtschaftliche Interesse an einem Unternehmen.

Stammaktien werden im Fachjargon auch als ‚preferred stocks‘ bezeichnet. In diesem Fall existiert ein Interesse an operativen und strategischen Unternehmensentscheidungen. Dies kann beispielsweise durch Ausübung der Stimmrechte und/oder Teilnahme an der Hauptversammlung erfolgen. Üblicher Weise erfolgt in regelmäßigen Abständen eine finanzielle Ausschüttung in Relation zu dem Erfolg der Gesellschaft und dem individuellen Aktienanteil. Diese sind jedoch nicht garantiert und kann bei Bedarf minimiert oder ausgesetzt werden. Die Entscheidung darüber und wie ein Bilanzgewinn oder -verlust zu werten ist, treffen die Kapitalgeber auf der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft.

Vorzugsaktien, die sogenannten ‚preferred stocks‘, haben ganz klassisch keine Stimmrechte. Allerdings garantieren sie den Investoren, auch als ‚Stakeholder‘ oder ‚Shareholder‘ tituliert, eine anteilige Gewinnausschüttung in Form von Dividenden. Sie ist höher, als es bei den Stammaktien üblich ist, und orientiert sich an der betreffenden Marktkapitalisierung. Zeitliche Orientierung dafür ist in der Regel das jeweilige Geschäftsjahr. Dies ist laut Aktienrecht festgeschrieben. In den Paragrafen 139, 140 und 141 nimmt es dazu dezidiert Stellung. Sinngemäß wird dort den Anspruchsnehmern das Recht eingeräumt, temporär auf eine Ausschüttung zu verzichten, sowie darüber zu entscheiden, ob Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt werden können und sollen.

Daraus lässt sich folgern: Das Interesse von Stammaktionären an einer Kapitalgesellschaft ist ein anderes, weil geringer, als das der Vorzugsaktionäre. Den einen ist eher an einer hohen Rendite und somit einem rein wirtschaftlichen Erfolg ihres Investitionsobjektes gelegen. Den anderen hingegen ist eine gesamtheitliche Sicht auf die Kapitalgesellschaft wichtig. Wie entwickelt sich das Unternehmen? Wie hat es im vergangenen Geschäftsjahr operativ gehandelt? Welche Visionen oder Innovationen sind für die Zukunft geplant? Strategische Politik, nachhaltige Handlungsweise sind nur zwei weitere Stichworte, die diesen Zusammenhang verdeutlichen. Weiter Infos dazu auf der Website von IG.

Ein Gesetz der Wirtschaft ist die Erzielung von Gewinn und generischem Wachstum. Es herrschen globaler Wettbewerb und absolute Transparenz. Zusammen mit der IT, erfolgen Vorgänge in Echtzeit. ‚Stock Market‘ und ‚Equity Market‘ gehören zu den lebendigsten Marktplätzen in der Ökonomie.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)